Research project
Turning Violent
Turn-taking and turning points in violent encounters.
- Contact
- Don Weenink
- Funding
- ERC Advanced Grant
Project summary
Turning Violent research programme is to advance an empirically grounded theory that explains how conflicts between strangers in urban public space develop into encounters in which physical violence is the dominant mode of interacting, especially one-sided violence against vulnerable and/or subdued victims. Read part 1 and part 2 of the full proposal.
Although violent police-civilian and civilian-civilian encounters constitute a tiny sliver of the social interactions that take place each day, their consequences can be far-reaching. Images of assailants committing ‘bestial’ violence against vulnerable victims arouse public fear and indignation, while the excessive use of force by police undermines public trust, cooperation and the rule of law in democratic societies.
We conduct granular analysis of publicly available phone camera recordings of real-life interpersonal conflicts in Paris, London and Berlin.
Our ambition
Our ambition is to break new scientific ground by:
- Showing that episodes of interpersonal conflict between strangers in public space can be causally explained by understanding how the antagonists and their audiences (co-present peers, colleague police officers, unknown bystanders) structure their interactions in culturally meaningful ways.
- Examining how turn-taking and the turning points in interpersonal conflict are related to broader social divisions and policing practices through the comparison of civilian-civilian and police-civilian conflicts that followed different trajectories in Paris, London and Berlin.
- Developing multimodal ethnomethodological/conversation analysis (EMCA) methods to transcribe and analyse in granular detail bodily and verbal modes of interacting in interpersonal conflict.
- Advancing the scientific use of now ubiquitous phone camera recordings by establishing quality criteria for the use of these data, including assessments of their possible biases.
German translation
Ziel des Forschungsprogramms „Turning Violent“ im Rahmen des ERC Advanced Grant ist es, eine empirisch fundierte Theorie zu entwickeln, die erklärt, wie sich Konflikte im öffentlichen urbanen Raum zu Auseinandersetzungen entwickeln, in denen körperliche Gewalt die vorherrschende Form der Interaktion ist, insbesondere einseitige Gewalt gegen schutzbedürftige und/oder unterlegene Opfer. Klicken Sie hier, um den vollständigen Antrag zu lesen.
Obwohl gewalttätige Begegnungen zwischen Polizei und ZivilistInnen sowie zwischen ZivilistInnen untereinander nur einen Bruchteil der täglichen sozialen Interaktionen ausmachen, können ihre Folgen weitreichend sein. Bilder von Angreifenden, die brutale Gewalt gegen schutzbedürftige Opfer ausüben, wecken öffentliche Angst und Empörung, während der exzessive Einsatz von Gewalt durch die Polizei das Vertrauen der Öffentlichkeit in Sicherheitsbehörden, die Zusammenarbeit und die Rechtsstaatlichkeit in demokratischen Gesellschaften untergraben kann.
Wir führen eine detaillierte Analyse öffentlich zugänglicher Handyaufnahmen von realen zwischenmenschlichen Konflikten in Paris, London und Berlin durch.
Unser Ziel ist es, neue analytische Grundlagen zu schaffen, indem wir:
- Aufzeigen, dass zwischenmenschliche Konflikte zwischen Fremden im öffentlichen Raum kausal erklärt werden können, indem detailliert untersucht wird, wie die Konfliktparteien und ihr Publikum (anwesende Gleichaltrige, PolizeikollegInnen, unbekannte Umstehende) ihre Interaktionen auf kulturell bedeutsame Weise gestalten.
- Untersuchen, wie einzelne Interaktionszüge und die Wendepunkte in zwischenmenschlichen Konflikten mit umfassenderen sozialen Spannungen und polizeilichen Praktiken zusammenhängen, indem wir Konflikte zwischen ZivilistInnen sowie zwischen Polizei und ZivilistInnen vergleichen, die in Paris, London und Berlin potenziell unterschiedliche Verläufe annehmen.
- Multimodale ethnomethodologisch konversationsanalytische (EMCA) Methoden entwickeln, um körperliche und verbale Interaktionsweisen in zwischenmenschlichen Konflikten detailliert zu transkribieren und zu analysieren.
- Die wissenschaftliche Nutzung von mittlerweile allgegenwärtigen Handykameraaufnahmen durch die Festlegung von Qualitätskriterien für die Verwendung dieser Daten etablieren, einschließlich der Bewertung möglicher Verzerrungen.